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100% motiviert – 100% untrainiert – Pace: ja!

Ein außertourlicher Punkt – aber ich bin der Meinung der gehört hier auf alle Fälle dazu: Am Wings for Life World Run 2026 teilnehmen.

Es gibt diese Tage, da wacht man morgens auf und denkt sich: „Naja… schaun wir mal, wie weit wir kommen.“ Und dann gibt es Tage, an denen man plötzlich 7,5 Kilometer läuft. UNTRAINIERT. Ohne Wasser. Mit einem virtuellen Catcher Car im Nacken. Aber mit einem Dauergrinser im Gesicht.

Genau so ein Tag war der Sonntag beim Wings for Life World Run.

Gemeinsam mit meinem Zukünftigen sind wir als Firmenteam von Wohlschlager & Redl in Hetzendorf gestartet. Ganz ehrlich? Wir hatten absolut keinen Plan, was da auf uns zukommt.

Wir waren nicht nur null trainiert, sondern haben auch das Wasser vergessen (Profi-Level: Kreisliga 😂) und dachten anfangs noch ganz optimistisch: „Ein paar Kilometer werden schon drin sein.“

Und dann kam dieser unglaubliche Sog.

Dieses Gefühl, dass da gerade hunderttausende Menschen gleichzeitig laufen, gehen oder rollen. Für denselben guten Zweck. Für Menschen, die genau das nicht können. Und plötzlich rennt man nicht mehr nur für sich selbst. Man läuft mit Gänsehaut.

Und mit jeder Kilometermeldung von Gabi denkt man sich: „Okay… den nächsten schaffen wir jetzt auch noch.“

Die App ist übrigens GENIAL. Wirklich. Musik, Motivation, Geschichten und zwischendurch die Stimme von Ö3 Moderatorin Gabi Hiller, die einen wieder pusht, wenn die Beine langsam anfangen zu diskutieren.

Mein persönliches Highlight war aber eindeutig das virtuelle Catcher Car.
Frech. Motivierend. Fast schon beleidigend charmant. 😄

Originalzitat: „Also mal ehrlich… wir beiden hätten doch nie geglaubt, dass du soweit kommst.“ (bei Kilometer 4 oder so)

Und genau das war das Geniale daran. Man wächst da plötzlich über sich hinaus. Nicht elegant. Nicht geschniegelt. Sondern schnaufend, schwitzend und komplett euphorisch. Und man feiert jeden Läufer/jede Läuferin die den Weg kreuzt mit einem Luft-Highfive. 🙌

Nach ziemlich genau einer Stunde kam dann dieses legendäre Hubkonzert vom Catcher Car. Und da fährt sie dann vorbei… deine fahrende Ziellinie.

Was für ein irres Gefühl!

Am Ende standen unglaubliche 7,49 Kilometer auf unserer App.

Für komplett untrainierte Menschen finde ich das ehrlich gesagt ziemlich sensationell. 😄 Und ich bin mir sicher: Mit Wasser wären sogar 9 oder vielleicht 10 Kilometer drin gewesen.

So sehen Sieger aus!

(Offizielles Foto)

(Inoffizielles Foto)

Der Wings for Life World Run ist übrigens sowieso ein Wahnsinn:

Weltweit starten jedes Jahr hunderttausende Menschen gleichzeitig. Es gibt keine klassische Ziellinie. Stattdessen verfolgt einen das Catcher Car, das 30 Minuten nach dem Start losfährt und immer schneller wird.

Ein paar richtig coole Fakten dazu:

  • 100 % der Startgelder und Spenden gehen in die Rückenmarksforschung.
  • Gelaufen wird gleichzeitig auf der ganzen Welt. Egal ob Profi, Hobbyläuferin, Walker oder Rollifahrer.  (Zahlen von heuer: 346.527 Teilnehmer, 81.539 aus Österreich, liefen heuer insgesamt 2.639.348 Kilometer)
  • Das Catcher Car startet erst 30 Minuten nach dem Laufbeginn mit 14 km/h und wird dann immer schneller.
  • Der Lauf gilt als größtes simultanes Laufevent der Welt.
  • Das Motto lautet: „Running for those who can’t.“ ❤️

Und während wir unsere 7,5 Kilometer gefeiert haben, lief zeitgleich Arda Saatçi in Amerika seinen unglaublichen Ultra-Run.

600 Kilometer in 96 Stunden waren geplant. Am Ende schnappte er die 600 km in 123 Stunden.

Unglaublich. Er wurde dabei von tausenden Menschen weltweit supportet und gefeiert. Zurecht.
Das hat uns ehrlich gesagt zusätzlich motiviert.
Wenn jemand fast das Hundertfache läuft, dann kann man selber vielleicht doch noch die Zähne zusammenbeißen und einen Kilometer dranhängen. 😄

Und bevor ich’s vergesse:

Wir haben uns natürlich vollkommen legal „gedopt“. 😄
Und zwar mit neuroathletischen Übungen für unseren Vagusnerv, die uns unsere Trainerin Barbara mitgegeben hat.

Liebe Barbara: DANKE! Vielleicht waren genau diese Übungen der Grund, warum wir nicht schon bei Kilometer 5 auf einer Parkbank gelegen sind. 😂

Was bleibt also nach diesem Sonntag?

Ein fetter Muskelkater. Und dieses herrliche Gefühl von:
„Ich hätte nie gedacht, dass ich das schaffe.“

Und genau deshalb werde ich diesen Lauf wahrscheinlich so schnell nicht vergessen. ❤️